Raspberry Pi Step 4 – Raspberry mit NAS verbinden

Die Idee

Auf jeden Fall soll irgendwann ein Raspberry als MediaClient eingerichtet werden. Dafür ist es mal auf jeden Fall notwendig, dass der Pi Zugriff auf die Musikdateien auf dem NAS erhält.

Das Problem

Es ist leider nicht so einfach, wie in Windows oder auf dem Mac. Hier wird beim Start des Rechners sofort das Netzwerk untersucht, ob sich da irgendwas zum Verbinden anbietet. Beim Pi muss man das selbst machen. Aber – kein Problem….

Die Lösung

Ich möchte, dass sofort beim Start versucht wird, auf das NAS zuzugreifen. Ich will ja nicht extra jedesmal einen Connect durchführen. Deshalb müssen die Zugangsdaten irgendwo hinterlegt werden.

Auf Linux-Systemen wird das in der fstab-Datei gemacht. Die wird beim Start ausgelesen und die gewünschten Verbindungen werden aufgebaut.

SambaClient installieren

Ich habe mich entschieden, den Zugriff über Samba einzurichten. Als erstes installieren wir uns die Software, um Freigaben zu installieren und anschließend den Samba-Client

sudo apt-get install cifs-utils
sudo apt-get install smbclient

Verbindung checken

Dann können wir mit einem Kommando schonmal testen, ob die Verbindung klappt. Einmal die Verbindung zur IP anonym

smbclient -N -L //192.168.1.2/ <== DEINE NAS-IP

Und einmal die Verbindung als Raspberry-Nutzer. Hierbei wird ein Passwort abgefragt. Hierbei handelt es sich um das Passwort, das für den Connect auf das NAS erforderlich ist.

smbclient -N -L raspberrypi

Verbindung einrichten

Als erstes müssen wir uns ein Verzeichnis machen, welches nachher den „Mount aufnehmen“ kann. In dieses Verzeichnis wechseln wir, wenn wir auf das NAS wollen. Ich nehme jetzt mal einen Ordner im Home-Verzeichnis.

sudo mkdir $HOME/NAS_Speicher

Und dann editieren wir die fstab-Datei. Die Datei ist eine Textdatei, deren Abstände immer mit vier Leerzeichen oder einem Tab getrennt sein sollen. Sonst kann es zu Problemen kommen. Also – halten wir uns dran. Wir fügen den folgenden Eintrag hinzu

Schematisch

//<IP-NAS-SPeicher>/<Freigabeordner> /<LokalesVerzeichnis> <Filesystem> <Parameter>

Also bei mir

//192.168.178.25/Multimedia    /home/pi/Apfelplatte    cifs    defaults,nofail,username=<UserOnNas>,password=<PwOnNAs>,uid=pi,gid=pi,x-systemd.automount,x-systemd.requires=network-online.target    0    0

Wichtig sind die folgenden Parameter, die man ab Raspberry „Jessie“ (ich glaube, das ist Pi3) benutzen kann.

x-systemd.automount,x-systemd.requires=network-online.target

Das Problem ist oft, dass die Datei /etc/fstab abgearbeitet wird, bevor die Netzwerkkonfiguration initialisiert ist. Das bedeutet, man versucht auf ein Netzwerk zuzugreifen, das noch gar nicht da ist. Mit diesen Parametern wird das System angewiesen, den Mount beim Start des Systems durchzuführen, aber auf das Netzwerk zu warten.

Das ganze Verzögert zwar den Start ein wenig, aber dafür klappts dann auch automatisiert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.